23. Mai 2013

Warthog Attack on Momo / Warzenschwein-Attacke auf Momo

Our poor Momo being in surgery in the open
Unsere arme Momo während ihrer OP im Freien
Momo with her collar together with a warthog family - a harmless one
Momo mit Halskrause und einer Warzenschwein-Familie - allerdings einer harmlosen
Momo is fit again and enjoying life
Momo ist wieder fit und genießt ihr Leben

The Arusha National Park borders directly on the Hatari Lodge. No fences seperate the National Park from its surrounding. The lodge too is not fenced, with the result that the local wildlife such as giraffes, buffalos or warthogs stay in this areal as well. We have been told that the warthogs have already attacked the logde owners‘ dogs, and have even killed one of their shepherd dogs last December, presumably in order to protect their shotes. Although Momo is not interested in other animals nor would she hunt their offspring we increasingly keep an eye on her.

Nevertheless one day it happens: there is a sharp scream from Momo, which makes my blood run cold. We immediately come running and can just prevent the warthog from its next atttack on Momo. There is a gaping wound of about 10 cm in length on her left foreleg. She got four partially big wounds on her back, one of these threateningly close to her lungs. It is not just Momo being in a state of shock. At first we calm her down. Marlies - first aid experienced in affairs of that kind - tapes up Momo. In order to spare her further stress we decide not to drive to the vet in Arusha which would be a two-hour drive. Instead we are waiting for another vet, a friend of family Gabriel, to come to the lodge.

Surgery in the open


It is already dark when Momo, laying on a wooden bench, get stiched by the vet. The surgery takes one hour and a half. Light is coming just from the headlamps of Roger, the vet, and Martin, his „assistant“. I am supposed to log the OP by camera. However, who knows me better is aware that I am not able to do it, and much less if it is about Momo. Two pictures is all I can take. Roger gives us some medication and a collar for Momo for the upcoming weeks.

Good luck in misfortune


Momo survives the surgery well and we are jolly glad that she was quite lucky under the circumstances. I cannot be wild about the warthdogs although they have nearly killed her. I find this strange, alas not for long. A little later a ranger explains to us why the warthogs behave aggressively when they see dogs. In the night, he says, there are often poachers coming in the meadow in front of the lodge. They are using their dogs as deer-hounds while they are chasing the warthogs. Dogs are for the warthogs like a red rag to a bull. Who can blame them? I can‘t.


She is fine again


An important all-clear signal for the numerous fans of Momo: This incident happened a while ago, and I can reassure you: meanwhile the scars are healed. Also the shaved spots are grown back to the extent that one can hardly see them. Since that date Momo became even more careful. However in Africa this can be even an advantage.

Momo between coffee plants
Momo inmitten von Kaffeepflanzen
Beware of the warthog
Vorsicht vor Warzenschweinen


Warzenschwein-Attacke auf Momo


Der Arusha National Park grenzt unmittelbar an die Hatari Lodge. Keine Zäune trennen den Park von seinem Umland. Auch die Lodge ist nicht eingezäunt, so dass sich die lokalen Wildtiere, wie etwa Giraffen, Büffel oder Warzenschweine, natürlich auch auf deren Areal aufhalten. Die Schweine haben, das wissen wir, bereits die Hunde der Lodgebesitzer angegriffen und noch im letzten Dezember einen ihrer Schäferhunde getötet. Man nimmt an, um ihre Frischlinge zu schützen. Momo stört sich zwar nicht an anderen Tieren, geschweige denn macht sie Jagd auf Nachwuchs. Dennoch passen wir verstärkt auf sie auf. 

Aber dann passiert es doch: Momo schreit fürchterlich, mir gefriert das Blut in den Adern!, wir stürzen sofort herbei und können den nächsten Angriff eines Warzenschweins gerade noch verhindern. An Momos linkem Vorderlauf klafft eine über 10 cm lange Wunde. Ihr Rücken ist an vier teilweise großen Stellen verletzt, eine davon gefährlich nah an der Lunge. Nicht nur Momo steht unter Schock. Wir beruhigen sie erst einmal. Marlies - schon Erste Hilfe erfahren in solchen Fällen - verbindet sie. Um Momo zusätzlichen Stress zu ersparen, muten wir ihr nicht die zweistündige Fahrt nach Arusha zur Tierärztin zu, sondern warten, bis ein mit den Gabriels befreundeter Tierarzt zur Lodge kommt. 

OP im Freien


Im Dunkeln dann, draußen auf einer Holzbank liegend, wird unsere Momo in einer 1 1/2-stündigen Aktion genäht. Licht gibt es nur aus den Kopflampen von Tierarzt Roger und seinem „Assistenten“ Martin. Ich soll die OP fotografisch dokumentieren. Aber wer mich kennt, weiß, dass ich das nicht kann, schon gar nicht bei unserer Momo. Mehr als zwei Fotos sind also nicht möglich. Roger gibt uns noch Medikamente für die weitere Versorgung und eine Halskrause für die kommenden Wochen. 

Glück im Unglück


Momo übersteht die OP gut und wir sind heilfroh, dass sie solch ein Glück im Unglück hatte. Ich kann auf die Warzenschweine nicht wütend sein, obwohl sie Momo fast auf ihrem Gewissen haben. Das finde ich merkwürdig. Doch nicht lange, denn kurze Zeit später erklärt uns ein Ranger, warum die Warzenschweine so aggressiv auf Hunde reagieren. Nachts, so sagt er, kommen öfter Wilderer auf die Wiese vor der Lodge und setzen ihre Hunde zur Hetzjagd auf Warzenschweine ein. Wer kann es den Warzenschweinen also verübeln, dass Hunde für sie wie ein rotes Tuch wirken?

Ihr geht‘s wieder gut!


Eine wichtige Entwarnung nun für die zahlreichen Fans von Momo: Seit diesem Vorfall ist schon eine Weile vergangen, und ich kann euch beruhigen: Die Narben sind inzwischen verheilt - Momo hat glücklicherweise „gutes Heilfleisch“. Auch die ausrasierten Stellen sind soweit nachgewachsen, dass sie nicht mehr auffallen. Momo ist seitdem noch ein wenig vorsichtiger geworden. Aber das kann in Afrika ja durchaus von Vorteil sein.



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