30. September 2016

Martin’s Turning Manoeuvre at the Incredible Serra da Leba Pass / Martins Wendemanöver am legendären Leba-Pass

Me in front of the incredible Serra da Leba Pass. Still with a relaxed smile,
but a few minutes later...
Ich vor dem legendären Leba-Pass. Hier lächele ich noch,
doch ein paar Minuten später...
... my heart stands still for a moment. Why? Please read the text.
... bleibt mein Herz für kurze Zeit stehen. Warum? Das steht im Text.
Street art ...
Straßenkunst...
... along the lower part of the pass
.... entlang des unteren Teils des Passes
And art made by nature
Und ein natürliches Kunstwerk
Again the magical baobab trees
Auch hier die magischen Baobabs
The legendary Leba Pass - we did it! 
Der legendäre Pass liegt hinter uns!

One of the national landmarks in the country is the Serra da Leba Pass, situated some 36 km southwest of Lubango. This breathtaking mountain road spirals down in round ten kilometers about 1,000 meter from the high plateau to almost sea level. Martin drops me off at the viewpoint. I take pictures of him, while he drives down, starting with the most challenging part, a section of round 12 hairpin bends. But what is this chap doing then? My heart stands still for a moment, as he all of a sudden stops and just turns round. On this narrow road! He obviously does not want to drive the pass three times in its entirety. Boy oh boy!

Like there is no tomorrow 

 

We follow the tarred road heading west to the coastal town Namibe. Unbelievable, the amount of wrecked cars and trucks along the way. No wonder, as there are many potholes, big ones. Every overtaking manoeuvre is risky, as you do not know if the driver of the passing vehicle all of a sudden veers to the left in order to avoid a pothole. However, should the abandonned wracks act as a deterrent for drivers, this obviously affects only us travellers. The locals and truck drivers speed and overtake, like there is no tomorrow.

A quiet place to stay overnight we find somewhere on the way, close to the road. A local passes by with his vehicle, stops for a while and wonders about us and our camper, but leaves us alone. We are surprised, for we have not made such kind of experience in most of the African countries so far. There we often get immediately approached, partly out of curiosity, partly - Martin would say: mainly - for ‘money, money, money’. This can be annoying. Hence we like the unobtrusive nature of the Angolans a lot.


Long faces


The closer we come to the coastal region, the more we pull a long face, as the fog gets thicker and thicker. In Namibe it is finally over: the sky is completely overcast, the weather unpleasant. That is nothing for us anymore. The town does not appeal to us anyway, just as little as the region. We quickly decide to directly move on northward. Our destination: Lobito, a harbour town 430 kilometers away. “My favourite city on this continent”, Andrew enthuses, our well-travelled contact in Luanda. He should know!



On the road from Namibe to Lobito - a tarred ...
Auf der Straße von Namibe nach Lobito - ein geteerter Teil, ...
... and a gravel section
..... und die Schotterpiste
Locals...
Einheimische...
.... somewhere along...
... irgendwo unterwegs an ...


... the way
.... der Straße
The young cattle herder is grateful for our fresh drinking water.
Der junge Kuhhirte ist dankbar für unser frisches Trinkwasser.

Martins Wendemanöver am legendären Leba-Pass


Eines der touristischen Highlights des Landes ist der Leba-Pass, 36 km südwestlich von Lubango gelegen. Hier geht es am Serra de Leba Escarpment in engen Haarnadelkurven in rund zehn Kilometern 1,000 Meter nach unten. Martin setzt mich oben am Aussichtspunkt ab, damit ich Fotos mache, wenn er den legendären Pass entlangfährt. Aber was macht er, der Kerl? Mein Herz bleibt für kurze Zeit stehen, als er nach dem spektakulärsten Teil plötzlich anhält. Er hat wohl keine Lust, die gesamte Strecke dreimal zu fahren, denn dort dreht er einfach um. Mit unserem sechs Meter langen Fahrzeug! Auf dieser schmalen Straße! Menno, Menno…


Als ob es kein Morgen gäbe


Die Teerstraße führt weiter gen Westen zum Küstenort Namibe. Unfassbar, wie viele geschrottete Autos und LKW’s hier links und rechts des Weges liegen. Bei den heftigen Schlaglöchern, die den Aspalt oftmals ‘zieren’, ist das zwar kein Wunder. Da ist jeder Überholvorgang ein riskantes Unternehmen, denn man weiß ja nicht, ob das Fahrzeug, das man überholt, nicht plötzlich nach links ausschert, um einem Schlagloch auszuweichen. Doch falls die liegengelassenen Wracks am Rande als Abschreckung dienen sollen, so wirkt diese offensichtlich nur bei uns Reisenden. Die Einheimischen und besonders die Trucks rasen und überholen, als ob es kein Morgen gäbe.

Einen ruhigen Platz zum Übernachten finden wir irgendwo auf der Strecke, in der Nähe der Straße. Ein Einheimischer fährt mit seinem Auto an uns vorbei, hält kurz an und wundert sich über unseren Camper, aber lässt uns in Ruhe. Dies kennen wir so nicht aus den meisten afrikanischen Ländern. Da werden wir oftmals umgehend angesprochen, teils aus Neugierde, aber auch - Martin würde sagen: besonders - wegen ‘money, money, money’. Das kann schon mal richtig nerven. Daher genießen wir die zurückhaltende Art der Angolaner sehr. 


Lange Gesichter 

 

Je näher wir der Küstenregion kommen, umso länger werden unsere Gesichter, denn umso stärker wird der Hochnebel. In Namibe ist es schließlich ganz aus: Himmel zugezogen, useliges Wetter. Das ist nichts mehr für uns. Die Stadt empfinden wir ohnehin nicht als wirklich ansprechend, ebenso wenig die Gegend. Kurzerhand beschließen wir, gleich weiterzufahren gen Norden. Unser Ziel: Lobito, eine Hafenstadt 430 km entfernt. “My favourite city on this continent”, schwärmt Andrew, unser weitgereister Kontaktmann in Luanda. Der muss es wissen!

Kommentare:

  1. Wenn ein Kotthoff wendet ohne Schaden, das ist schon eine Schlagzeile wert ;-) Liebe Grüße aus dem frostigen Bayern, Rolo

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    1. Das Wendemanöver ist deswegen eine Headline wert, lieber Rolo, weil ein Kotti prinzipiell nicht zurückfährt ;-). Beste Grüße zurück, und friert nicht so "dort droben"...

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